Viele suchen nach der „Klarna Kreditkarte". Die gibt es so nicht: Klarna gibt eine Visa-<strong>Debitkarte</strong> aus, die sich beim Bezahlen aber wie eine Kreditkarte anfühlt, weil du den Betrag nachträglich aufschieben oder in Raten aufteilen kannst. Was das für Kosten, Limit und Schufa bedeutet, liest du hier.
JetztSpäter ist ein unabhängiges Informationsportal und steht in keiner geschäftlichen Verbindung zu Klarna Bank AB. „Klarna“ ist eine eingetragene Marke von Klarna Bank AB; die Nennung erfolgt hier ausschließlich beschreibend zu Informationszwecken. Offizielle Informationen und Support findest du auf klarna.com.
Nein. Auf der Karte steht Visa, und im Laden funktioniert sie überall dort, wo Visa akzeptiert wird. Technisch handelt es sich um eine Debitkarte: Es gibt keinen eingeräumten Kreditrahmen und keine monatliche Sammelabrechnung, wie du sie von einer klassischen Kreditkarte kennst.
Der Unterschied verschwimmt trotzdem, und daher kommt die Verwirrung. Nach dem Bezahlen entscheidest du in der App, wie du den Betrag begleichst: sofort vom hinterlegten Konto, gesammelt zu einem späteren Termin oder in Monatsraten. Diese Wahlmöglichkeit kennen die meisten von einer Kreditkarte, nicht von einer Girocard.
Praktische Folge: Wo ein Anbieter zwingend eine echte Kreditkarte verlangt, etwa manche Mietwagenfirmen und Hotels für die Kaution, kann die Klarna Card abgelehnt werden. Für den normalen Einkauf im Geschäft spielt das keine Rolle.
Du beantragst die Karte in der Klarna-App und bekommst sie in zwei Formen: digital für Apple Pay und Google Pay, dazu auf Wunsch physisch aus Plastik. Jeder Einkauf landet als Eintrag in der App.
Dort wählst du pro Kauf deine Zahlweise. Zahlst du sofort, bucht Klarna den Betrag vom hinterlegten Konto ab. Schiebst du auf, bekommst du ein Zahlungsziel. Teilst du auf, entsteht ein Ratenplan mit denselben Regeln wie beim Klarna Ratenkauf im Online-Shop.
Damit holst du dir das Prinzip aus dem Webshop in den Laden. Beim Möbelkauf oder im Elektromarkt entscheidest du erst an der Kasse, ob der Betrag sofort weggeht oder über drei Monate läuft.
Die Karte selbst kostet keine Transaktionsgebühr. Geld kostet sie an anderer Stelle, und dieser Punkt hat sich zuletzt geändert.
| Position | Kosten |
|---|---|
| Virtuelle Karte | kostenlos |
| Physische Karte | nur mit kostenpflichtiger Mitgliedschaft (Core, rund 4,99 € im Monat) |
| Bezahlen in Euro | gebührenfrei |
| Bezahlen in Fremdwährung | rund 1,5 % Fremdwährungsgebühr |
| Bargeld abheben | je nach Tarif 2 bis 4 Abhebungen frei, danach rund 1,5 % (mindestens 2 €) |
| Später zahlen / Pay in 3 | zinsfrei bei fristgerechter Zahlung |
| Längere Ratenpläne | verzinst, Zinssatz wird vor Abschluss angezeigt |
Rechne längere Ratenpläne vorher durch, sonst zahlst du für ein Sofa am Ende deutlich mehr als den Kaufpreis. Der Ratenkauf-Rechner zeigt dir die Gesamtsumme.
Stand Juli 2026. Klarna passt Tarife und Mitgliedschaftsmodelle regelmäßig an, prüfe die aktuellen Konditionen vor dem Antrag auf klarna.com.
Ein festes Limit nennt Klarna nicht. Der verfügbare Rahmen hängt von deiner Bonität ab und steht in der App. Er verändert sich mit deinem Zahlverhalten: Wer pünktlich zahlt, sieht den Rahmen über die Monate steigen, wer Mahnungen sammelt, sieht ihn sinken.
Auch die Art des Kaufs spielt hinein. Für einen Einkauf von 40 € prüft Klarna weniger streng als für einen Fernseher von 1.200 €. Es kann passieren, dass dieselbe Karte an der einen Kasse durchgeht und an der anderen abgelehnt wird. Warum das vorkommt, steht ausführlich im Ratgeber zur Bonitätsprüfung.
Klarna fragt vor der Ausgabe der Karte Bonitätsdaten ab. Diese Abfrage läuft als Anfrage zur Konditionenermittlung, die deinen Schufa-Score nicht verschlechtert. Sie ist für andere Banken nicht sichtbar.
Anders sieht es aus, wenn du Rechnungen liegen lässt. Zahlst du trotz Mahnung nicht, meldet Klarna die offene Forderung, und dieser Eintrag drückt den Score über Jahre. Wer die Karte nutzt und pünktlich zahlt, hat von der Schufa-Seite nichts zu befürchten.
Innerhalb der Eurozone zahlst du ohne Aufschlag. Sobald du in einer anderen Währung bezahlst, kommen rund 1,5 % auf den Betrag. Bei einem Urlaub in der Schweiz oder in Schweden summiert sich das.
Am Geldautomaten enthält dein Tarif eine kleine Zahl kostenloser Abhebungen pro Monat, danach berechnet Klarna rund 1,5 % mit einem Mindestbetrag von 2 €. Für den Bargeldbedarf im Urlaub ist die Karte damit nicht die günstigste Wahl. Als Zahlkarte im Geschäft schlägt sie sich innerhalb Europas gut.
Ein Hinweis zur Kaution: Mietwagenanbieter und viele Hotels blockieren einen Betrag auf einer echten Kreditkarte. Eine Debitkarte akzeptieren sie oft nicht. Plane für diesen Fall eine zweite Karte ein.
| Klarna Card | Kreditkarte | |
|---|---|---|
| Kartentyp | Visa Debit | Visa oder Mastercard Credit |
| Abrechnung | pro Kauf, du wählst in der App | monatliche Sammelabrechnung |
| Kaution im Hotel | wird oft abgelehnt | akzeptiert |
| Ratenzahlung | pro Einkauf wählbar | meist nur als Gesamtsaldo |
| Jahresgebühr | keine, physische Karte über Mitgliedschaft | je nach Anbieter 0 bis 100 € |
Brauchst du die Karte für Mietwagen und Hotelkautionen, führt an einer echten Kreditkarte kein Weg vorbei. Geht es dir um Flexibilität beim Bezahlen, erfüllt die Klarna Card den Zweck.
Verlierst du die Karte, sperrst du sie in der App in wenigen Sekunden selbst und bestellst Ersatz. Ein Anruf bei einer Hotline entfällt.
Bei einer Rückgabe meldest du die Retoure im Shop an. Der Händler storniert, und Klarna passt den offenen Betrag an. Solange die Rückabwicklung läuft, stellst du die Zahlung in der App zurück, damit dir keine Mahnung ins Haus flattert.
Kündigen kannst du die Karte in den Kontoeinstellungen. Offene Ratenpläne laufen weiter, bis du sie abbezahlt hast. Die Kündigung der Karte löscht keine Schulden.
Sinnvoll ist die Karte, wenn du Klarna online ohnehin nutzt und dieselbe Flexibilität im Laden willst. Wer größere Anschaffungen macht und den Betrag über zwei oder drei Monate strecken will, spart sich damit den Umweg über einen Kredit.
Verzichten kannst du auf sie, wenn du deine Ausgaben direkt vom Konto abgebucht haben willst. Online bestellst du in fast allen Shops mit Klarna auch ohne Karte auf Rechnung. Und wer zum Sparen neigt, sollte sich fragen, ob eine Karte mit eingebautem Zahlungsaufschub die richtige Idee ist.
Willst du im Laden später zahlen, ohne dich an Klarna zu binden, kommen andere Wege infrage. Eine normale Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion erfüllt denselben Zweck, allerdings meist zu höheren Zinsen. Anbieter wie Riverty oder Ratepay arbeiten vor allem im Online-Handel und geben keine eigene Karte aus.
Für den reinen Online-Einkauf brauchst du keine Karte: Eine Übersicht der Händler mit Rechnungskauf findest du unter auf Rechnung bestellen, Händler mit Ratenzahlung stehen unter Ratenkauf.
Nein. Es handelt sich um eine Visa-Debitkarte ohne festen Kreditrahmen und ohne monatliche Sammelabrechnung. Weil du den Betrag nach dem Kauf aufschieben oder in Raten aufteilen kannst, verhält sie sich beim Bezahlen ähnlich wie eine Kreditkarte.
Die virtuelle Karte ist kostenlos. Für die physische Karte brauchst du eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, die bei rund 4,99 € im Monat beginnt. Das Bezahlen in Euro ist gebührenfrei, in Fremdwährung kommen rund 1,5 % dazu.
Klarna nennt keinen festen Betrag. Dein Rahmen richtet sich nach deiner Bonität, steht in der App und verändert sich mit deinem Zahlverhalten. Bei größeren Beträgen prüft Klarna strenger als bei kleinen.
Die Bonitätsabfrage bei der Beantragung läuft als Konditionenanfrage und senkt deinen Score nicht. Erst wenn du trotz Mahnung nicht zahlst, meldet Klarna die offene Forderung, und das wirkt sich negativ aus.
Für die Kaution verlangen Mietwagenfirmen und viele Hotels eine echte Kreditkarte. Eine Debitkarte wird dort häufig abgelehnt. Nimm für diesen Zweck eine zweite Karte mit.
Ja. Die digitale Karte fügst du direkt aus der Klarna-App zu Apple Pay oder Google Pay hinzu und zahlst kontaktlos mit dem Handy oder der Uhr.
In der Klarna-App sperrst du die Karte selbst und bestellst eine Ersatzkarte. Eine Hotline brauchst du dafür nicht.
Du meldest die Retoure beim Händler an. Sobald er storniert, passt Klarna den offenen Betrag an. Stelle die Zahlung in der App so lange zurück, damit während der Rückabwicklung keine Mahnung entsteht.
Welche Zahlart du bekommst, entscheidet sich an der Kasse und hängt auch vom Warenkorb ab. Diese Shops führen Rechnungskauf laut eigener Angabe.