Zahlungsdienstleister

RatePay: Rechnung, Login und Shops

Du hast bestellt und plötzlich kommt die Rechnung von einer Firma, die du nicht kennst. Hier steht, wer RatePay ist, wo du deine Rechnung findest und woran du eine gefälschte RatePay-Mail erkennst.

Warum kommt die Rechnung nicht vom Shop?

Der häufigste Grund, warum Leute nach RatePay suchen.

Wenn du im Shop „Kauf auf Rechnung" wählst, tritt der Shop die Forderung an einen Zahlungsdienstleister ab. Der übernimmt das Ausfallrisiko und kümmert sich um Rechnung, Erinnerung und Mahnwesen. Bei vielen deutschen Händlern ist das die RatePay GmbH aus Berlin, die zur Nexi-Gruppe gehört.

Für dich ändert das eine Sache: Bei Fragen zur Ware — Lieferung, Rückgabe, Reklamation — bleibt der Shop zuständig. Nur bei Fragen zur Zahlung ist RatePay der richtige Ansprechpartner. Wer das verwechselt, wartet oft wochenlang auf eine Antwort, die von der falschen Stelle nie kommen kann.

Rechnung einsehen und bezahlen

Es gibt kein klassisches Konto mit Passwort — das überrascht die meisten.

  1. Referenznummer heraussuchen Sie steht in der Bestellbestätigung des Shops und in jeder RatePay-Mail. Ohne diese Nummer kommst du nicht ins Portal.
  2. Im Kundenportal anmelden Unter my.ratepay.com mit Referenznummer und Geburtsdatum. Kein Benutzername, kein Passwort — deshalb findest du auch keine „Passwort vergessen"-Funktion.
  3. Offenen Betrag prüfen Dort siehst du, was noch offen ist, bis wann und an welche Bankverbindung.
  4. Mit dem richtigen Verwendungszweck überweisen Das ist der Punkt, an dem am meisten schiefgeht. Der Verwendungszweck ordnet deine Zahlung der Bestellung zu. Fehlt er oder ist er falsch, bleibt die Zahlung liegen und du bekommst Mahnungen, obwohl das Geld längst weg ist.

Gefälschte RatePay-Mails erkennen

Der Name wird für Betrugsmails missbraucht. Die Muster sind zum Glück eindeutig.

Bei diesen Zeichen erst prüfen, nicht zahlen

  • Eine Rechnung für etwas, das du nie bestellt hast. RatePay schreibt dich nur an, wenn ein Shop eine Bestellung übergeben hat.
  • Ausländische Bankverbindung. Eine IBAN, die nicht mit DE beginnt, ist bei einer echten RatePay-Rechnung ungewöhnlich.
  • Starker Zeitdruck. „Letzte Mahnung", „Inkasso in 24 Stunden" — echte Mahnläufe geben dir Fristen von Tagen bis Wochen, nicht Stunden.
  • Anhang mit Rechnung als Datei. Öffne ihn nicht. Prüfe stattdessen direkt im Kundenportal, ob die Forderung dort überhaupt existiert.
Der einfachste Test: Melde dich selbst im Kundenportal an — nicht über einen Link aus der Mail, sondern indem du die Adresse selbst eintippst. Steht die Forderung dort nicht, existiert sie nicht.

RatePay im Vergleich zu Klarna und Riverty

Alle drei machen im Kern dasselbe. Die Unterschiede liegen im Detail.

 RatePayKlarnaRiverty
Konto nötigNein — Referenznummer genügtJa, App/Konto üblichJa, Kundenkonto
ZahlungszielMeist 14 TageMeist 14–30 TageMeist 14 Tage
BonitätsprüfungJa, pro BestellungJa, pro BestellungJa, pro Bestellung
Kosten bei fristgerechter ZahlungKeineKeineKeine
KontaktÜberwiegend schriftlichApp, Chat, TelefonPortal, Telefon

Keiner der drei verzichtet auf eine Bonitätsprüfung. Wenn dir jemand „Rechnungskauf garantiert ohne Prüfung" verspricht, stimmt daran etwas nicht — mehr dazu auf unserer Seite Auf Rechnung ohne Bonitätsprüfung.

Shops mit RatePay (13)

Welche Zahlart du wirklich bekommst, entscheidet sich an der Kasse und hängt auch vom Warenkorb ab. Die Auswahl unten stammt aus unserem geprüften Verzeichnis.

Alle Shops mit Kauf auf Rechnung ansehen →

Häufige Fragen zu RatePay

Was ist RatePay?

RatePay ist ein Berliner Zahlungsdienstleister, der für Online-Shops den Kauf auf Rechnung, Lastschrift und Ratenzahlung abwickelt. Du bestellst also beim Shop, aber die Rechnung kommt von der RatePay GmbH. Das Prinzip ist dasselbe wie bei Klarna oder Riverty: Ware zuerst erhalten, danach bezahlen.

Wo sehe ich meine RatePay-Rechnung?

Im RatePay-Kundenportal unter my.ratepay.com. Dort meldest du dich mit deiner Rechnungs- oder Referenznummer und deinem Geburtsdatum an — ein klassisches Benutzerkonto mit Passwort gibt es nicht. Die Nummer steht in der Bestellbestätigung des Shops und in der RatePay-Mail.

Wie bezahle ich eine RatePay-Rechnung?

Per Überweisung auf die Bankverbindung, die in der Rechnung steht. Gib unbedingt den angegebenen Verwendungszweck an — daran wird die Zahlung deiner Bestellung zugeordnet. Ohne korrekten Verwendungszweck kann die Zahlung liegen bleiben und es folgen Mahnungen, obwohl du längst bezahlt hast.

Wie erreiche ich den RatePay-Kundenservice?

RatePay arbeitet bewusst überwiegend schriftlich. Der Weg über das Kontaktformular im Kundenportal ist der schnellste. Wichtig: Fragen zur Ware, zu Versand oder Rückgabe kann RatePay nicht beantworten — dafür ist immer der Shop zuständig. RatePay verwaltet nur die Zahlung.

Ist RatePay seriös oder Betrug?

Die RatePay GmbH ist ein echtes, in Deutschland reguliertes Unternehmen und gehört zur Nexi-Gruppe. Es gibt allerdings Betrugsmails, die sich als RatePay ausgeben. Merkmale: Druck („letzte Mahnung"), eine Bankverbindung im Ausland, oder eine Rechnung für eine Bestellung, die du nie aufgegeben hast. Prüfe im Zweifel immer im Kundenportal, ob die Forderung dort auch wirklich steht.

Was passiert, wenn ich eine RatePay-Rechnung nicht bezahle?

Zuerst kommen Zahlungserinnerung und Mahnung, danach können Mahngebühren und Verzugszinsen anfallen. Zahlst du weiter nicht, wird die Forderung an ein Inkassobüro abgegeben und kann bei der Schufa gemeldet werden. Wenn du die Rechnung gerade nicht stemmen kannst, melde dich vorher — eine Ratenzahlung zu vereinbaren ist deutlich günstiger als Inkasso.

Welche Shops bieten RatePay an?

RatePay wird vor allem von größeren deutschen Händlern eingesetzt, oft parallel zu anderen Zahlarten. Welche Zahlart ein Shop dir tatsächlich anbietet, entscheidet sich erst an der Kasse und hängt auch von Warenkorb und Bonitätsprüfung ab. Unten findest du Shops aus unserem Verzeichnis, die RatePay oder in3 führen.

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